2. Berufsintegrationsjahr

Zielgruppe des kooperativen Berufsintegrationsjahres Wirtschaft/Handel/Dienstleistung sind berufsschulpflichtige Jugendliche ohne Ausbildungsverhältnis mit oder ohne Hauptschulabschluss, die den Hauptschulabschluss oder QA anstreben. Gefördert wird die Maßnahme durch den Europäischen Sozialfond.
Ziele der Beschulung sind
•    die Hinführung zur Ausbildungsreife
•    die Vorbereitung auf Ausbildung oder Arbeit
•    evtl. die Zuerkennung des Hauptschulabschlusses
•    die Erfüllung der Berufsschulpflicht
Aber: Im Falle einer Ausbildung lebt die Berufsschulpflicht wieder auf.
Voraussetzungen sind
•    Berufsschulpflicht
•    kein Ausbildungsverhältnis
•    Wohnsitz im Landkreis Augsburg
•    Interesse an einer Ausbildung in den Bereichen: Wirtschaft/Handel, Dienstleistung/Soziales

Berufsintegrationsjahr Beschulung am BSZ Neusäß
Im BIJ ist der Vollzeitunterricht an der Berufsschule zu gleichen Teilen mit praktischen Unterweisungen bei einem Bildungsträger gekoppelt. Der Unterricht orientiert sich am Berufsfeld Wirtschaft/Handel/Dienstleistung. Eine sozialpädagogische Betreuung ist gewährleistet, die Fahrtkosten werden übernommen.Mit dem Bestehen des Jahres kann die Berechtigung des erfolgreichen Hauptschulabschluss zuerkannt und die Schulpflicht erfüllt werden.
Beim Kooperationspartner werden die SchülerInnen an die praktische Seite der Arbeitswelt herangeführt. Sie erhalten Bewerbungstraining, praktischen Unterricht und nach einer individuellen Beratung und Eignungstests werden sie an Betriebspraktika herangeführt. Diese Praktika können eine bis mehrere Wochen umfassen. Sie sollen zum einen die Möglichkeit bieten, den Beruf kennenzulernen, zum anderen aber auch dem Praktikant die Chance geben, sich eine Ausbildungsstelle zu erarbeiten. Der Kooperationspartner achtet darauf, nur Betriebe zu vermitteln, die ausbilden dürfen.
Zusätzlich erhalten besonders engagierte SchülerInnen die Gelegenheit, sich auf den Qualifizierenden Mittelschulabschluss vorzubereiten.
Für das Bestehen gelten die Regelungen des Berufsvorbereitungsjahres.
Eine sozialpädagogische Betreuung ist gewährleistet. Der Unterricht ist für die SchülerInnen unentgeltlich, die Fahrkarten werden für den kostengünstigsten Schulweg gestellt. Das bedeutet, dass ausschließlich notwendige Zonen bezahlt werden.

BIJ – Unterrichtsinhalte
Der Unterricht ist modular aufgebaut: Module sind zusammenhängende Unterrichtseinheiten mit einem Umfang von mindestens 40 Unterrichtstunden. In den Modulen werden entweder berufsfeldübergreifende Qualifikationen und persönlichkeitsbildende Qualifikationen oder berufsfeldspezifische Qualifikationen vermittelt.

Die Auswahl der Module orientiert sich an den Bedürfnissen der Schüler und den Möglichkeiten der Schule. Die Module erscheinen auch im Zeugnis (als Fach), womit sich somit ein Bild über die berufsvorbereitenden Qualifikationen ableiten lässt. Eine Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt ist die Folge. Zudem kann dem Zeugnis ein Zertifikat über das Modul beigefügt werden, in dem die vermittelten Inhalte deutlich werden.Berufsfeldübergreifende Qualifikationen vermitteln den Jugendlichen Kompetenzen, die zwar auf beruflich verwertbare Inhalte abzielen, aber nicht einem bestimmten Berufsfeld zugeordnet werden können. Hier finden sich vor allem Inhalte, die der Allgemeinbildung dienen und grundlegende berufliche Handlungsfähigkeit vermitteln.

Persönlichkeitsbildende Qualifikationen sollen den Jugendlichen Kompetenzen vermitteln, die die Entwicklung der Persönlichkeit fördern, das Arbeiten in beruflichen Teams unterstützt und die Stärkung der Ausbildungsfähigkeit anstreben. Hier finden sich vor allem Inhalte, die der Kompensation von Ausbildungshindernissen dienen.

Neben den übergreifenden Qualifikationen sollen den Jugendlichen auch fachliche, auf definierte Berufsfelder bezogene Kompetenzen vermittelt werden. Dies dient der Vorbereitung auf eine Berufsausbildung oder der Unterstützung bei einer Berufstätigkeit.Die Inhalte orientieren sich an den bestehenden Lehrplänen für die Berufsausbildung und berücksichtigen dabei das Leistungsvermögen der Jugendlichen.

Unterrichtsorganisation
•    6 Wochenstunden allgemeinbildender Unterricht in den Fächern Deutsch, Sozialkunde und Religion/Ethik
•    12 Wochenstunden fachlicher Unterricht im Berufsfeld Bürokommunikation sowie Dienstleistung, Ernährung und Gesundheit
•    19 Wochenstunden fachpraktische Unterweisung sowie Deutsch-Förderung beim Kooperationspartner bzw. im Praktikumsbetrieb


ESF-Förderung
Der Europäische Sozialfonds ist ein gesamteuropäisches Instrument zur Verbesserung der Ausbildungschancen und Beschäftigung junger Menschen, er verbessert Qualifikationsmöglichkeiten, bietet Zugang zu Arbeitsplätzen und erhöht die soziale Integration.
An Schulen ermöglicht die ESF-Förderung die Einrichtung spezialisierter Klassen, die vor allem die Beseitigung von Sprachdefiziten sowie die Verbesserung der Ausbildungschancen im Blick haben.



Link: FAQ

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