Abschlussfeier WuV Februar 2010

Geld ist rund und rollt, aber Bildung bleibt

Eindrucksvoll gestaltet sind die Abschlussfeiern in jedem Jahr am Beruflichen Schulzentrum in Neusäß. In der festlich geschmückten Aula ging eine Feier über die Bühne, die den 70 Schülern der kaufmännischen Abschlussklassen in Neusäß, deren Eltern, Ausbildern und Freunden sicher in guter Erinnerung bleiben wird.

Die gelungene musikalische Umrahmung des Abends oblag den Schülern der  Kinderpflege und der Hauswirtschaft der Berufsfachschule Neusäß unter der Leitung des Musiklehrers Klaus Radloff, für die sie viel Beifall bekamen. In Anspielung auf die Olympioniken begrüßten die beiden Abteilungsleiter Klaus Kirmair und Wolfgang Kinauer viele Medaillengewinner, die es zu verabschieden galt. Sie freuten sich auch über das Kommen des „Olympischen Komitees“ in Form der dualen Ausbildungspartner von IHK, vertreten durch Herrn Dr. Schwab bzw. der HWK, vertreten durch Herrn Zorn sowie dem Sachaufwandsträger, vertreten durch die stellvertretende Landrätin Frau Fries.

In der nachfolgenden Ansprache bedankte sich Schulleiter Jürgen Wunderlich beim Landkreis für die gute Zusammenarbeit und wünschte sich von Frau Fries, „dass bis zur nächsten Abschlussfeier im Sommer endlich die versprochenen Bagger rollen“, damit „die räumliche Beengung nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung in Neusäß“ führe, da nicht zuletzt eine angemessene Ausstattung des Beruflichen Schulzentrums ein Garant für eine solide kaufmännische Ausbildung in Neusäß sein dürfte.

„Sich an die Väter des Erfolges zurückerinnern“, dazu wurden die Absolventen durch den Schulleiter angehalten, „denn neben den Lehrern, hätten auch die Eltern und Freunde einen Anteil am Erfolg“ waren seine Worte. „Ein Gut, das in unserer Gesellschaft und im globalen Wettbewerb immer wichtiger wird, ist die Bildung, die an der Berufsschule mit Herz und Charakter vermittelt wird .“ Er dankte in diesem Zusammenhang auch seinen Lehrkräften, die in Neusäß weit über dem Normalmaß coachen.

Frau Anni Fries, stellvertretende Landrätin und Herr Dr. Schwab als Kammervertreter, bestätigten dies in ihrem Grußwort, in dem sie eine gute Schulausbildung und berufliche Bildung als das wichtigste Rüstzeug für junge Leute herausstellten, um sich im Leben behaupten zu können. „Um mit der Dynamik der strukturellen Veränderungen mitzuhalten brauchen wir qualifizierte Fachkräfte“. Beide zeigten „Respekt vor den gezeigten Leistungen“ und waren überzeugt, dass sie durch den kaufmännischen Abschluss „ ihren Marktwert gesteigert haben“. Frau Fries fügte noch frei nach Heinrich Heine hinzu: „Geld ist rund und rollt, aber Bildung bleibt“. „Sie haben ein solides Basiswissen erhalten“, auf das sich „aufbauen lässt“. Hierbei stellten beide den vorbildlichen Einsatz des Beruflichen Schulzentrums als einen wichtigen Erfolgsgaranten im „dualen System“ dar.

Im Anschluss daran durften Frau Fries und Herr Wunderlich Buchpreise an Marie Kemen  (Industriekauffrau; 1,28), Verena Sommerreißer (Industriekauffrau; 1,14), Carolin Sailer  (Bürokauffrau; 1,12), Ludwig Keller (Großhandelskaufmann; 1,12), Simon Fischer  (Einzelhandelskaufmann; 1,0) überreichen. Neben diesen hervorragenden Leistungen wurde Kristina Helmich mit dem Staatspreis ausgezeichnet, verbunden mit Urkunde und einem Geldbetrag in Höhe von 75 Euro. Die Industriekauffrau, die bei der Firma Federal Mogul in Friedberg eine 2 1/2-jährige Ausbildung absolvierte, schloss die Berufsschule mit dem Notendurchschnitt 1,0 ab. Daneben gratulierten sie 7 Einzelhändlern und 8 Verkäufern, 12 Bürokaufleuten, 6 Großhändlern und 37 Industriekaufleuten zu ihrem schulischen Erfolg.

Bevor die Abschlussschüler ihre Schul- und Kammerzeugnisse in Empfang nehmen durften war ein kleiner Teil der Industriekaufleute zum letzten Mal, zumindest aus schulischer Sicht, gefordert. Sandra Braun, Christina Bachmann und Markus Dunstheimer aus der 12 IKb stellten ihre Abschlussfahrt mit den Industriekaufleuten nach Barcelona gekonnt videotechnisch auf einer großen Leinwand dar. Danach kam Markus Dunstheimer zu Wort. In einer starken und auf hohem Niveau gehaltenen Schülerabschlussrede bedankte er sich stellvertretend für alle Kaufleute bei den sehr guten, geduldigen und leistungsfähigen Lehrern in Neusäß.

 

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